Die Opfer von Tierversuchen - Neue Recherche von Animal Equality in Makakenbetrieb für Tierversuche
VERBREITEN: 

Unterzeichne, um den Handel mit Primaten
für Tierversuche zu stoppen

Petition adressiert an:
Josep Maria Pelegrí (Minister für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei, Ernährung von Katalonien), Geschäftsleitung von AirFrance und Aeronova.

Im Namen von Animal Equality bitten wir dich, diese Petition zu unterschreiben. Du forderst damit die Schließung dieser Primatenanlage in Camarles (Spanien). Mit der Unterzeichnung dieser Petition forderst du zudem die Fluggesellschaften AirFrance und Aeronova dazu auf, den Transport von Primaten zu unterlassen.

Durch eine Recherche der Organisation Animal Equality habe ich von der Existenz dieser Primatenanlage in Camarles, Katalonien erfahren. Ich möchte meine Ablehnung gegenüber solchen Zentren ausdrücken, in denen hunderte von Makaken in engen Käfigen zusammengepfercht leben in der Erwartung in schmerzhaften Experimenten benutzt zu werden, die mit ihrem sicheren Tod enden. Die Makaken wurden mit Gewalt aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und von ihren Familien getrennt.

Die Anlage wurde im Jahr 2002 am Rand der Stadt Camarles errichtet, einem Ort der geheim und abgeschieden liegt. Der Bau löste eine große Auseinandersetzung mit den Nachbarn und der Gemeinde aus, die versuchten die Inbetriebnahme zu verhindern. Die Anlage war zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Centre de Recherches Primatologiques, einer Firma, die Affen zu Versuchszwecken züchtet. Der Betrieb in Camarles erhielt die Lizenz zur Inbetriebnahme nur weige Tage vor Inkrafttreten des Tierschutzgesetzes von Katalonien, das die Einrichtung dieser Art von Zentren ausdrücklich verbietet.

Das kürzlich in Kraft getretene Verbot von Versuchen an Menschenaffen in Spanien erinnert uns daran, dass wir eine Verantwortung gegenüber Tieren haben, eine Verantwortung, die sich auch auf Makaken und andere Tiere, die in Tierversuchen benutzt werden, bezieht. Ich bitte Sie eindringlich darum, die nötigen administrativen und rechtlichen Schritte zu veranlassen, die zu einer endgültigen Schließung des Betriebs in Camarles führen.

In gleicher Weise fordere ich die Unternehmen AirFrance und Aeronova dazu auf, den Transport von Primaten, die in Tierversuchen benutzt werden sollen, zu unterlassen. Eine Vielzahl von Fluggesellschaften hat diesen Schritt schon getan und bringt damit ebenfalls ihre Ablehnung von Tierversuchen zum Ausdruck.

Mit freundlichen Grüßen,
[AbsenderIn]

PETITION UNTERSCHREIBEN

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Gleich nach seiner Ankunft wurde ihm diese Zahl auf die blanke Haut tätowiert. Er war in den Wäldern von Mauritius gefangen genommen worden, als er versuchte, an Essensreste zu kommen, die sich in einer Falle befanden. Im Winter ist es für ihn schwieriger, an Essen zu gelangen, weshalb er oft hungern muss. Die Fallensteller sind sich dessen bewusst und nutzen es aus, um Tiere wie ihn einzufangen. Sein schlimmster Albtraum würde nun beginnen...

In der Zuchtanlage Noveprim – dies ist eine von sechs Firmen, die sich auf der Insel an diesem Geschäft bereichern – blieb er einige Monate zusammen mit anderen Makaken, die genau wie er ihren Familien entrissen wurden, um dort gefangen gehalten zu werden. Eines Tages wurde er in eine Holzkiste im Frachtraum eines Passagierflugzeugs gesperrt, um auf einem Flug von zwölf Stunden und 9.000 km zu der größten Makaken-Zuchtanlage für Tierversuche in Europa transportiert zu werden. Diese Zuchtanlage befindet sich in Camarles, einem Ort in Katalonien (Spanien), und wird von Noveprim Europe Ltd und der Firma Camarney betrieben.

Nachdem er mehrere Monate auf der Anlage in Camarles verbringen musste, wurde er zusammen mit vier weiteren Makaken aus Mauritius von der Universität in Navarra gekauft. Während der dort durchgeführten Tierversuche wurde ihm ein Neurotoxin (MPTP) in den Arm injiziert, welches sein Gehirn irreversibel schädigte. Es führte zu Zittern, Gleichgewichtsstörungen und fehlender Koordination, die Monate andauerte.

Er blieb ein Jahr in einen kalten Metallkäfig gesperrt, während er beobachtete, wie sie die anderen aus ihren Käfigen nahmen und ihre Schreie mitanhörte, während er versuchte, sein Gleichgewicht zu halten und seine Zitteranfälle zu kontrollieren. Er verstand nicht, warum sein Körper auf einmal nicht mehr so reagierte, wie er wollte. Nach einem Jahr wurde er abermals operiert, wobei sein Gehirn noch stärker zerstört wurde, damit die Folgen dieser Schäden auf seinen Körper untersucht werden konnten. Sie töteten ihn sechs Wochen nach diesem letzten Eingriff. Andere seiner Familienmitglieder wurden in die Labore von Covance oder Huntingdon Life Sciences geschickt, wo sie dazu gezwungen wurden, Pestizide, Reinigungsmittel und andere giftige Substanzen zu sich zu nehmen.

Hilf uns, den Handel mit Affen für Tierversuche zu stoppen!

* Lesion of the Centromedian Thalamic Nucleus in MPTP-Treated Monkeys.

Expertenaussagen

Macaco enfermo

«Der Makake hatte eine stark entzündete Haut mit einhergehendem Haarausfall auf seinem Kopf und Gesicht, sowie beiden Armen, Rücken und Bauch - kurzgesagt auf dem Großteil seines Körpers. Die Entzündung war deutlich zu sehen und muss diesem bedauernswerten Tier schreckliche Schmerzen bereitet haben. Der Haarausfall auf einem Großteil des Körpers könnte auch durch Selbstverletzung als Reaktion auf die Schmerzen verursacht worden sein. Der Affe könnte an seinem Fell gekaut und seinen Körper an den Käfigstäben gerieben haben, um sich verzweifelt Erleichterung zu verschaffen. Schwere Verdickungen der Haut zeigten, dass der Affe sehr lange in diesem Stadium gewesen sein muss, so dass sich schwere Hautveränderungen als Reaktion auf diese Reize entwickeln konnten, was bedeutet, dass dieser Zustand schon sehr lange anhält. Mögliche Ursachen für eine ähnlich starke Hautreaktion sind z.B. ein Parasitenmilbenbefall, Reaktionen auf Medikamente und allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel oder andere Umwelteinflüsse.

Es war auch beunruhigend die Bedingungen zu sehen, in denen die Primaten dort lebten. Diese hochintelligenten, neugierigen Tiere haben sich über Jahrtausende hinweg in komplexen Regenwaldgebieten weiterentwickelt, die über eine große Vielfalt verfügen und sich über große Gebiete erstrecken. Stattdessen leben diese Primaten in abgeschlossenen Gehegen, die außer Beton und Metall nichts bieten. In einem verzweifelten Versuch ihrer Langweile zu entfliehen haben diese Affen den Großteil eines Plastikeimers zerstört, zerkaut und vermutlich auch verschluckt. Sie wurden gefilmt, wie sie an seinen Resten herumkauten, sowie auch an den Metallstangen ihres Käfigs. Primaten über einen längeren Zeitraum in einer so begrenzten Umgebung gefangen zu halten ist unbestreitbar grausam».

— Andrew Knight BSc., BVMS, CertAW, DipECAWBM (WSEL), PhD, MRCVS, FOCAE. Europäischer Veterinär-Spezialist im Sozialwissenschaften, Ethik und Recht.

«An diesem Tier, welches an einer möglichen Mangelernährung, voraussichtlich an Stress durch die Gefangenschaft und einem geschwächten Immunsystem leidet, können weiterhin Haarausfall und ein schwerer Fall von Dermatitis beobachtet werden. Diese kann durch eine Infektion durch Krätze oder eine Art Herpesviridae, die nicht behandelt worden sind, verursacht werden.»

— Maria Gonzalez Sola. Tierärztin.

«Untersuchungen von der BUAV auf Mauritius haben die schockierende Grausamkeit und das Leiden der Primaten, welches ihnen im Namen der Forschung zugefügt wird, offenbart. Affen sind hochintelligente und soziale Tiere mit starken familiären Bindungen und ihre Gefangennahme und Gefangenschaft auf Mauritius ist moralisch nicht zu rechtfertigen.

Der üppigen Vegetation des Urwalds entrissen, werden sie zu Tausenden in Zuchtbetriebe – karge Gehege aus Beton – gesperrt und ihre Kinder werden in die Tierversuchslabore und Zuchtbetriebe der USA und Europas, wie Spanien, Großbritannien und Frankreich transportiert.

Diese Makaken werden von Air France, einer der wenigen internationalen Fluggesellschaften, die noch Primaten befördert, transportiert. Ein kürzlich von der BUAV aufgedeckter Transport bewies die Überlieferung von über 100 jungen Makaken aus Mauritius zur Zuchtstation in Spanien durch Air France.»

— Sarah Kite, Kampagnenleiterin, BUAV.

Der Handel mit Primaten
für Tierversuche

40.000
Makaken werden jedes Jahr
gefangen genommen
1.500
Gefangene Makaken
im Betrieb in Camarles
354
Makaken wurden 2010 in Spanien
Opfer von Experimenten*
32
Stunden Transport
von Mauritius in die USA
80%
der Experimente
sind Giftigkeitstests

* Bericht über Tierversuche von 2010. Umweltministerium Spanien.



Jedes Jahr kommen rund 1.500 bis 2.000 Makaken aus Mauritius, wo diese wilden Tiere im Urwald mit Fallen gefangen werden und zu Tausenden jahrelang für die Zucht in tristen Beton- und Gitterkäfigen eingesperrt werden[1]. Ihre Nachkommen gelangen in Holzkäfigen in den Ladeflächen von Linienflügen für TouristInnen der Fluggesellschaft AirFrance auf Zwölf-Stunden-Flügen in die Sammelstelle Camarney SL – Noveprim Europe Ltd. in Camarles, Spanien. Von dort werden sie anschließend auf die Labore Europas verteilt. Auch an Labore des multinationalen Unternehmens Covance wurden Makaken aus Mauritus geliefert. Covance sorgte in der Vergangenheit für internationales Aufsehen, da durch Undercover-Recherchen von verdeckten ErmittlerInnen die brutale Behandlung der Tiere in den Anlagen in Münster[2], Deutschland und Virginia[3], USA dokumentiert wurde.

Im Jahr 2010 wurden 354 dieser Makaken in Versuchen in spanischen Laboren missbraucht. 80 Prozent von ihnen wurden zu chronischen oder subchronischen Toxizitätstests benutzt. Im Verlauf dieser Tests werden den Tieren giftige Substanzen, wie Pestizide, Herbizide oder ähnliches entweder mit Gewalt injiziert oder die Tiere werden gezwungen diese zu schlucken. Die Art dieser Substanzen werden im Detail im Bericht über die Statistiken der in Versuchen und zu anderen Forschungszwecken benutzten Tiere beschrieben. Dieser Bericht wurde im Jahr 2010 vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt in Spanien veröffentlicht.

Die Gefangennahme und Zucht von Makaken für Versuche hat auf internationaler Ebene von Seiten der VerteidigerInnen der Tiere heftige Proteste ausgelöst, die der Meinung sind, dass dieser grausame Handel beendet werden muss. Eine der Gruppen, die in diesem Bereich am aktivsten ist, ist BUAV in Großbritannien mit ihrer Kampagne Save Our Monkeys.

Die wenigen Fluggesellschaften, die diese Tiere noch in die Tierversuchslabore transportieren – wie AirFrance oder Aeronova – sind Ziele von Protesten empörter Menschen, die den Tieren dieses Leiden ersparen wollen. Animal Equality schließt sich diesen Kampagnen nun an, um die öffentlichkeit über die grausamen Praktiken hinter dieser Industrie aufzuklären und Berücksichtigung für die Interessen der Tiere, die diesen zum Opfer fallen, zu erreichen. Somit werden die Fluggesellschaften Air France und Aeronova, verantwortlich für den Transport der Tiere, darum gebeten, nicht länger Teil dieser grausamen Industrie zu sein.

[1] Mauritius. Recherche der BUAV in Mauritius.
[2] Poisoning for profit. Recherche der BUAV in Covance, Münster, Deutschland. 2003.
[3] Covance: Cruelty for Hire. Recherche von PETA in Covance, Vienna, Virgina (USA). 2005.

162 Momente

Presse

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